erlebnis ridinger

1698 - 1998

Der  Meister  ist  die  Wundersamsten  leid  –
Martin  Elias’  erster  Plattenbeitrag  zur  101blätterigen

54. Diser sehr rare weiße Dachs, welcher mit gelb röthlichten und dunckel castanien flecken gespringet war, ist Ao. 1724. den 5. 9bris im Parck bey St. Hubertusburg ausgegraben und behäzt worden. Von Martin Elias nach väterlicher Vorlage radiert. Ca. 1763. Bezeichnet: Joh. El. Ridinger inv. del. et exc. Aug. Vind. / Mart. El. Ridinger sculpsit., ansonsten wie vor. 35,6 x 26,6 cm.

Thienemann 316. – Blatt 74 der erst postum abgeschlossenen Folge der Wundersamsten Hirsche und anderer Thiere, zugleich die erste der 27 von des Meister’s Ältestem zur Folge beigetragenen, mit der dieser die zu Beginn des 7jährigen Krieges einsetzende Projektmüdigkeit des das Werk abzuschließen trachtenden Vaters überwand und zu wahrhaft krönendem Abschluß führte.

Mit von früherer Rahmung herrührender rückseitiger Randhinterlegung und damit korrespondierendem bildseitigen Lichtstreifen im 2,8-5,1 cm breiten weißen Rand. Kleiner hinterlegter Einriß unten links.

Prachtvoller, kontrastreicher Abdruck von warmer Tonigkeit.

Ausgegraben wurde der Dachs zur Vollendung von Schloß Hubertusburg. Gekupfert zur Zeit des Friedensschlusses dortselbst, mit dem der Krieg sein Ende fand. Und die Folge der Wundersamsten ihren Fortgang nahm.

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