erlebnis ridinger

1698 - 1998

Und  nun  nach  Watteau  –  dem  französischsten

44. Die Ergözung der Schäfer. / Pastorum Oblectatio. Schabkunstblatt. Bezeichnet: Ioh. Elias Ridinger excud. Aug. Vind., ansonsten wie vor. 40 x 54,8 cm.

Thienemann-Stillfried (1876) + Schwarz (1910) 1397. – Thienemann selbst (1856) unbekannt geblieben und auch nicht bei Weigel (1857), Coppenrath (1889) und Helbing (1900). Nach Schwarz hier erst wieder 1958 bei Gräflich Faber-Castell nachweisbar, dann erst wieder nun hier. – Vierzeiler in Deutsch-Latein. – Großes ovales Wappen-Wz.

Zusammen mit Schwarz 1396 „2 Bl. Schäferszenen im Geschmacke Watteau’s, deren dazugehörige Bl. unter Nr. 1464 und 1465 beschrieben sind“ und „die komplette Folge der Waldlandschaften mit Watteauscher Staffage“ bilden.

Antoine Watteau gilt Jahn als „der größte Maler Frankreichs im 18. Jahrhundert und zugleich der französischste“.

Herrlicher Frühdruck mit noch sichtbaren Schriftlinien, leuchtend in seinem Hell-Dunkel und, wie belegt, exorbitant selten.

Bis zum Bild- bzw. Textrand beschnitten, vergleichbar den vier Blättern bei Faber-Castell (1958), deren erste drei bei dreiseitigem Beschnitt aufgezogen waren, indes das unmontierte vierte allseits auf Bildkante geschnitten war und, gleich hiesigem in den Außenpartien und einem unter dem Rocke der Tänzerin, einige Wurmlöcher aufwies. Diese gehen durch die rückseits überwiegende alte Rahmungsmontage hindurch. Zudem weist eine dortige Bleistiftnotiz das Blatt als Teil des vierblätterigen Satzes aus.

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