erlebnis ridinger

1698 - 1998

Weitgehendst  unbekannt  –  der  Ridinger  des  Glaubens

30. Triptychon Mariæ nach Lucas. 3 Blatt. Schabkunstblätter von sicher Johann Jacob Ridinger (1736 Augsburg 1784). Jeweils variierend bezeichnet u. a.: Joh. Elias Ridinger excud. Ca. 63 x 44,5-45 cm.

Schwarz (1910) Nrn. 1516, 1520 + 1486; Wend, Ergänzungen zu den Ĺ’uvreverzeichnissen der Druckgrafik (1975), Bd. I,1, Nrn. 173, 177 + 147.

Nicht bei Thienemann (1856) + Graf Stillfried (1876), Coppenrath (1889 f.), Reich auf Biehla (? 1894), Helbing (1900), Horn (1903), Rosenthal (1940), Gräflich Faber-Castell (1958), Kunstsammlungen Augsburg (1996).

Mariæ Verkündigung – Das Initialereignis für das Neue Testament. Nach Johann Georg Bergmüller (Türkheim, Schwaben, 1688 – Augsburg 1762): Joh. Georg Bergmiler (sic!) pinxit. – Links unten bis fast an die Plattenkante beschnitten, sonst mit bis zu 2 mm breitem Rändchen.

Maria mit dem Kinde. Nirgendsonst in des Meister’s Ĺ’uvre ist Maria’s Seele so vollkommen schön nach außen gekehrt, erscheint uns die stille Zweisamkeit mit dem Kinde so rein. – Umlaufend 1-3 mm breites Rändchen.

Die Anbetung der Hirten –  Mit dem spektakulären Ausblick auf die Karfreitags-Erfüllung! Nach Schwarz wahrscheinlich gleichfalls nach Bergmüller wie oben. – Unten im Rand noch Plattenschmutz. – An den breiten Oberecken auf Plattenkante geschnitten, sonst mit bis zu 2 mm breitem Rändchen. – Ganz minimale Bereibung oberhalb Joseph’s in den Wolken sowie ein nur im Gegenlicht erkennbares stecknadelspitzenwinziges Löchlein.

Mit den für frühe hervorragende Abdrucke bekannten Wasserzeichen WANGEN + (Große) Krone mit Anhänger FAvI (ligiert) und an fünf Punkten auf schweren Bütten-Untersatzbögen mit zweizeiligem typographischen Wz. montiert.

Von superberster Seltenheit bei gleichzeitig größter Vollkommenheit, herrlich sattem Hell-Dunkel, von nahezu unberührter, bestverwahrter Frische! Wie für die alten Schabblätter allein schon rein technisch dem Sammler vielfach so unerreichbar. Und nun gar erst für solche der zwangsläufig von Alltagsverschleiß dominierten Gebrauchskunst!

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