erlebnis ridinger

1698 - 1998

Die  Wiener  –  Die  Majestätische

17. Neue Reit Schul vorstellend einen vollkommenen Reuter in allen Lectionen. Folge von 18 Blatt. Radierungen, vermutlich vom Stiefsohn Johann Gottfried Seuter (Augsburg 1717 – 1800). Augsburg, Selbstvlg., 1734. Bezeichnet: Blatt 1 weiterführend wie vor, Blatt 2 ff. variierend mit Joh. El. Ridinger inv. des. et exc. A. V., Blatt 3 zusätzlich mit Johann Gottfried Seuter Sculpsit, sowie jeweiliger Lectionsbezeichnung in dt.-latein.-frz. Paralleltext. 52,9-54,3 x 37,7-39,4 cm. Alter Rotschnitt. Unter säurefreien Schrägschnitt-Passepartouts in grasgrüner Halbleder-Kassette mit Ldrecken., Rücken-Goldprägung „J. E. Ridinger / Neue Reit Schul“, wie entsprechend auf rotem Lederschild auf dem vorderen der weidengrün marmorierten Deckel.

Thienemann (1856, „Diese Sammlung ist selten und sehr gesucht“) Nrn. 628-645 + 1. Nachtrag Seite 4; Schwarz Nrn. 628-645 + Band I, Tafeln XVIII-XX; Weigel Nr. 35 A (von A-B); Sammlung Coppenrath (1889, „Ein Hauptwerk des Künstlers. Selten“) Nr. 1560; Helbing (1900, ohne Blatt 6) Nrn. 1223 ff.; Katalog Boerner LXXXVIII (1907, „Sehr selten“) Nr. 662 + CXLII (1924, „Die selten vollständige Folge“) Nr. 1616; Schwerdt, Band III (1928, „this imposing set is rare and sought after“), Seite 142; Ridinger-Sammlung Gräflich Faber-Castell (1958) Nr. 45.

Unter Ansehung der Zeitabstände darf für möglich gehalten werden, daß obige Nachweisung identische Exemplare enthält. – Nicht in der 1963 zur Auflösung gelangten Bibliotheca Hippologica I. H. Anderhub.

Bezüglich einer Ausführung aller Platten durch Seuter siehe Thienemann’s plausible Nachtrags-Berichtigung.

Wie üblich lieferungsweise erschienen, sind unter Einbeziehung des Titels als Nr. 1 nur die ersten 6 Blatt numeriert. Der von Thienemann vorgenommenen und von Schwarz beibehaltenen Abfolge der weiteren zwölf Blätter fehlt die auf Vergleich beruhende Plausibilität, wie ein künftiges neues Werkverzeichnis verdeutlichen wird.

Auf schwerem Lilien-Bütten von hervorragender kräftiger Druckqualität, von mit ca. 62,5 x 50,5 cm hervorragendem Blattformat und von hervorragender konservatorischer Verwahrung, wie jedes einzelne die generelle Seltenheit noch um ein weiteres potenzierend. Der alte Rotschnitt zudem ein Herkunftsverweis auf einen der legendären alten Sammelbände, wie auch deren Heftlöchlein belegen und die ganz außerordentlich hohe Gesamtqualität erklärt.

Neben unerwähnt bleiben dürfenden vereinzelten kleinen Zeitmerkmalen ein Blatt mit zwei etwas unschönen Längsfaltspuren, das Schlußblatt mit zwei großen Hinterlegungen im hinteren Pferd und oberhalb desselben, die bildseits nur bei sorgfältigem Hinschauen bemerkbar sind. Ansonsten von denkbar großer Frische und als Kassetten-Exemplar von 76 x 61,5 x 8 cm geradezu ein von ebenso praktischem wie optischem Nutzen begleitetes aufstellbares Möbel.

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